Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt (seit 1997)

Die Stiftung Luthergedenkstätten betreibt in Wittenberg das 1883 eröffnete Lutherhaus und das Melanchthonhaus. Beide Häuser stehen seit 1997 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Daneben betreut sie auch das Geburts- und das Sterbehaus Luthers in Eisleben und sein Elternhaus in Mansfeld.

Eine wichtige Aufgabe der Stiftung ist die Bewahrung dieser Bauwerke als Zeugnisse der Reformationsgeschichte. Dazu stehen auch deren Erforschung und Aufarbeitung im Zentrum der Arbeit. Die Mitarbeiter.innen organisieren und präsentieren Ausstellungen und Tagungen, erschließen die Sammlungen und publizieren Forschungsergebnisse.

Informationsressourcen

Zur Geschichte des Lutherhauses und des Museums Lutherhalle

Übersicht zur Buchreihe „Schriften/Kataloge der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt“ bei der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig

Digitales Online-Angebot der Stiftung Luthergedenkstätten aus ihren Sammlungen. Einführung

Zu den Lutherstätten in Eisleben: Luthers Geburtshaus, Luthers Sterbehaus und zu Luthers Elternhaus in Mansfeld

Websites: Lutherbase: Audiovisuelle Zeitreise zu Reformationsstätten in DeutschlandReformationsportal MitteldeutschlandWege zu Luther in MitteldeutschlandReformationsjubiläum 2017Luther erleben in Sachsen-Anhalt

Literatur

Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt (Hg.): Mit Leidenschaft. 25 Jahre Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg o.J. [2022]

Stefan Rhein: Deponieren und Exponieren. Einblicke in das Lutherhaus, in: Jens Hüttmann/Peer Pasternack (Hg.), Wissensspuren. Bildung und Wissenschaft in Wittenberg nach 1945, Wittenberg 2004, S. 57–70

Insa Christiane Hennen: Das neue Melanchthonhaus, in: Hierzuland – Sonder-Edition „Badische Heimat“ 1/1996, S. 65–69

Insa Christiane Hennen / Volkmar Joestel / Martin Treu: Ad fontes! Zu den Quellen!, Wittenberg 1997 – Inhaltsverzeichnis

Insa Christiane Hennen: Die „Wiedereinrichtung“ des Sterbezimmers im Wit­ten­berger Melanchthonhaus 1989/99, in: Stefan Rhein/Gerhard Schwinge (Hg.), Das Me­lanchthonhaus Bretten. Ein Beispiel des Reformationsgedenkens der Jahr­hundert­wende, Verlag Regionalkultur, Bretten 1997, S. 47–58

Helfried Weidner: Das Melanchthonhaus in Wittenberg, in: Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt 1/1998, S. 88–98

G. Ulrich Großmann: Das Melanchthonhaus in Wittenberg, in: Lutherstadt Wittenberg, Torgau und der Hausbau im 16. Jahrhundert (Jahrbuch für Hausforschung 2015), Jonas Verlag, Marburg 2015, S. 275–297

Gerhard H. Bachmann/Walter Glässer: Der historische Gartentisch des Reformators Philipp Melanchthon in Wittenberg, in: Hallesches Jahrbuch für Geowissenschaften Bd. 37 (2015), S. 122–136

Charis Spernau/Ilja Streit/Gerhard H. Bachmann: Die Restaurierung von Philipp Melanchthons Gartentisch in Wittenberg, in: Hallesches Jahrbuch für Geowissenschaften Bd. 37 (2015), S. 137–142

Erweiterung Melanchthonhaus Wittenberg. Behutsam modern im historischen Um­feld, in: Vorteile – Das Backstein-Magazin 13 (2017), S. 37–39

Martin Treu: Philipp Melanchthon: Leben – Werk – Wirkung. Ein Rundgang durch die Ausstellung im Melanchthonhaus, Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Wittenberg 2016

Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung von Sachsen-Anhalt (Hg.): Luther im Museum, Halle 2001

Stefan Rhein: Spiritualität, Bildung, Kommerz: Luthermuseen im Zeitalter der Unübersichtlichkeit, in: Arbeitskreis selbstständiger Kulturinstitute (Hg.), Kultur und Sightseeing. Museen, Kulturstätten und Touristik. Fachtagung des AsKI e.V. in der Kunsthalle Bremen 8. und 9.05.2003, o.O. 2003, 10 S.

Stefan Rhein: Luther und das UNESCO-Welterbe. Freud und Leid in Sachsen-Anhalt? Vortrag auf der Tagung „UNESCO-Welterbestätten – ein Beitrag zur regionalen Entwicklung“, Darmstadt 4. und 5.11.2009.

Stefan Laube: Dimensionen der Musealität in der frühen Neuzeit, in: ders., Von der Reliquie zum Ding. Heiliger Ort – Wunderkammer – Museum, Akademie-Verlag, Berlin 2011, S. 232–264

Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt (Hg.): Der Mönch war’s!  Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Wittenberg 2017.

LutherMuseen: Sammlung wird auf NS-Raubgut untersucht. Pressemitteilung, Lutherstadt Wittenberg, 19.2.2025

Peer Pasternack: Auch ein Forschungsmuseum. Das Lutherhaus Wittenberg 1883–2023: 140 Jahre Sammlung, Dokumentation und Forschung, edition Albioris, Halle-Wittenberg 2025, 532 S.

„Das wissenschaftliche Prinzip der Lutherhalle“ titelte Lutherhallen-Direktor Oskar Thulin, als er im Mai 1933 seine Antrittsvorlesung als Privatdozent an der Universität in Halle hielt. „Ohne Forschung geht es nicht“, schrieb die Stiftung Luthergedenkstätten 2022, als sie die ersten 25 Jahre ihres Bestehens resümierte. Das Wittenberger reformationsgeschichtliche Museum, seit den 1860er Jahren vorbereitet und 1883 als „Lutherhalle“ gegründet, hat bis zur Gründung der Stiftung Leucorea 1994 nahezu im Alleingang dafür gesorgt, dass am Ort der einstigen Universität Leucorea noch geisteswissenschaftliche Forschung stattfand. Seit der Gründung der Stiftung Luthergedenkstätten 1997 wurden diese Aktivitäten – wesentlich auf den hauseigenen Sammlungen basierend – nochmals erheblich intensiviert. Dies wird hier erst­mals im Zusammenhang der 140 Jahre dargestellt und anhand der daraus hervorgegangenen Publikationen dokumentiert. Der Umstand, dass damit zugleich geschichtspolitische Konjunkturen in fünf politischen Systemen zu verhandeln sind, hebt den Fall ins Ex­emplarische.

Peer Pasternack: Materialheft zu „Auch ein Forschungsmuseum. Das Lutherhaus Wittenberg 1883–2023“ (HoF-Arbeitsbericht 134), Institut für Hochschulforschung (HoF), Halle-Wittenberg 2025, 84 S.

Vorgelegt wird hier ein ergänzendes Materialheft zu der Buchveröffentlichung „Auch ein Forschungs­­museum. Das Lu­therhaus Wittenberg 1883–2023: 140 Jahre Sammlung, Dokumentation und Forschung“ (Halle-Wittenberg 2025). Es enthält zum einen tabellarische Übersichten zur Entwicklung der Sammlungen des Lutherhauses, zu Ausstellungen und Veranstaltungen in der Einrichtung, all das jeweils für die Jahre 1883 (und im Einzelfall die Vorgeschichte einbeziehend) bis 2023. Diese Übersichten wurden als Datengrundlage für die Arbeit an dem genannten Buch erstellt und sind dort im Text verarbeitet, aber nicht enthalten. Zum anderen wird ein bisher unveröffentlichtes umfängliches Gutachten des Magdeburger Konsistoriums von 1959 abgedruckt, das die Entwicklung der verwickelten Rechts­­verhältnisse der Lutherhalle und ihrer Sammlungen seit dem 19. Jahrhundert nachzeichnet. Damit sich die Materialien auch für etwaige künftige Arbeiten zur Geschichte des Lutherhauses nutzen lassen, werden sie hier verfügbar gemacht.

Zu den Sammlungen des Lutherhauses siehe hier

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