Friedrich Balduin

* 17. November 1575 in Dresden; † 1. Mai 1627 in Wittenberg. Theologe

Balduin veröffentlichte zahlreiche Schriften, Reden und Predigten in deutscher und lateinischer Sprache und gilt als bedeutender Theologe in der Zeit der lutherischen Orthodoxie. Als Pfarrer an der Wittenberger Stadtkirche erlangte er einen großen Ruf. Er bearbeitete die Moral in Form von Gewissensfällen und gilt daher als Begründer der evangelischen Kasuistik.

  • 1590 Fürstenschule Meißen
  • 1593 Immatrikulation an der Universität Wittenberg; 1597 Magistergrad in den Artes
  • 1599 Dichterlorbeer in Jena
  • 1601 Adjunkt an der Artistischen Fakultät; Dichterkrone
  • 1602 Ordination an der der Wittenberger Stadtkirche; Diakon der Peterskirche in Freiberg
  • 1603 Oberpfarrer und Superintendent in Oelsnitz
  • 1605 Antritt der vierten theologischen Professor an der Universität Wittenberg; im gleichen Jahr Lizentiat der Theologie und Promotion
  • 1608 Zweite Professur an der Theologischen Fakultät; Stadtpfarrer an der Wittenberger Marienkirchen; Inspektor der kurfürstlichen Stipendiaten, Generalsuperintendent des sächsischen Kurkreises und Vorsitz des Theologischen Konsistoriums
  • Oberhofprediger unter Kurfürst Christian II.
  • 1616 Übernahme der ersten Theologischen Professur

Ausgewählte Werke (online verfügbar / deutsche Sprache)

Weitere Digitalisate (auch in lateinischer Sprache)

Auswählte Sekundärliteratur (online verfügbar)

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