Andreas Rudolff Bodenstein, genannt Karlstadt

* 1486 in Karlstadt; † 24. Dezember 1541 in Basel. Theologe

Bodenstein war einer der bekanntesten Reformatoren und zunächst enger Wegbegleiter Martin Luthers. Aufgrund seiner Persönlichkeit und seines Lebenswegs wurde er zur wichtigen Verbindungsgestalt zwischen Wittenberger Reformation, der Radikalen Reformation und dem Täufertum. In Wittenberg kam es unter seiner Führung 1521 zum ersten Bildersturm in der Stadtkirche. In dieser hielt er den ersten Gottesdienst in weltlicher Kleidung und ohne traditionelle Zeremonien.

  • 1505 Immatrikulation an der Universität Wittenberg; im gleichen Jahr Magister Artium
  • 1510 Promotion zum Doktor der Theologie
  • 1511 Dozent an der Theologischen Fakultät und Archidiakon an der Schlosskirche
  • 1516 Promotion zum Doktor beider Rechte in Siena
  • 1534 Professor in Basel

Ausgewählte Werke (online verfügbar / deutsche Sprache)

Weitere Digitalisate (auch in lateinischer Sprache)

Auswählte Sekundärliteratur (online verfügbar)

Weitere Literatur

Martin Keßler: Das Karlstadt-Bild in der Forschung, Mohr Siebeck, Tübingen 2014, 596 S. – Inhaltsverzeichnis

Abstract

Der Autor betont die Dringlichkeit einer grundlegenden Revision des Karlstadt-Bildes, indem er die wesentlichen Beiträge zu Karlstadt seit dem 17. Jahrhundert schildert und die Hauptentwicklungen der historischen und theologischen Forschung des 19. und 20. Jahrhunderts untersucht.

Armin Krause: Zur Sprache des Reformators Andreas Bodenstein von Karlstadt: Untersuchungen zum Einfluss von Verstehens- und Sprachtraditionen auf die Ausbildung individuellen Sprach- und Schriftverständnisses, Sprachverhaltens und die Bedeutung ausgewählter Schlüsselwörter der Reformationszeit, Heinz, Stuttgart 1985, 325 S. – Inhaltsverzeichnis

Link zur „Deutschen Biographie“ | Link zur deutschsprachigen Wikipedia

Copyright © 2021 Institut für Hochschulforschung (HoF) Halle-Wittenberg