Caspar Peucer

* 6. Januar 1525 in Budissin; † 25. September 1602 in Dessau. Mediziner, Mathematiker, Astrologe, Humanist

Nach dem Tod seines Schwiegervaters, Philipp Melanchthon, wurde er zum Wahrer dessen Erbes. Später unterhielt er Kontakte zum kursächsischen Hof, wurde Leibarzt des Kurfürsten und politischer Ratgeber. 1571 war er an der Veröffentlichung des neuen Wittenberger Katechismus beteiligt. Nachdem er als Kryptocalvinist angefeindet wurde, kam er 1574 in Haft.

  • 1543 Immatrikulation an der Artes-Fakultät der LEUCOREA
  • 1545 Magistergrad; danach medizinisches Studium (zeitweilig in Frankfurt/Oder)
  • 1548 Berufung in den Senat der Wittenberger Artistenfakultät
  • 1550 Professur für niedere, 1554 für höhere Mathematik
  • 1560 Professur für Medizin

Ausgewählte Werke (online verfügbar / deutsche Sprache)

Weitere Digitalisate (auch in lateinischer Sprache)

Auswählte Sekundärliteratur (online verfügbar)

Weitere Literatur

Hans-Peter Hasse/Günther Wartenberg (Hg.): Caspar Peucer (1525–1602). Wissenschaft, Glaube und Politik im konfessionellen Zeitalter, Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004, 381 S. – Inhaltsverzeichnis

Martin Roebel: Humanistische Medizin und Kryptocalvinismus. Leben und medizinisches Werk des Wittenberger Medizinprofessors Caspar Peucer (1525–1602), Springer, Freiburg i. Br. 2012, 520 S. – Inhaltsverzeichnis

Abstract

Das Buch beleuchtet die Rolle des Wittenberger Universalgelehrten Caspar Peucer als Medizinprofessor, die bisher kaum in den Blick genommen wurde. Peucer, der als vielseitiger Gelehrter neben seiner medizinischen Tätigkeit unter anderem als Mathematiker, Astronom und Astrologe, Historiograph, Geograph, reformierter Kirchenpolitiker und neulateinischer Dichter in Erscheinung trat, konnte sich durchaus in vielen Wissensgebieten mit den Größen seiner Zeit messen. Aber gerade für das Gebiet der Medizin fehlte bisher eine genauere Untersuchung von Peucers humanistischem Standpunkt. Daher wird im Buch ein Überblick über Peucers medizinische Schriften gegeben und hieran sein medizinischer Humanismus, seine Prägung durch Melanchthon und seine Position zum neu aufkeimenden Paracelsismus analysiert.

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