Matthias Flacius

* 3. März 1520 in Albona, heute Labin; † 11. März 1575 in Frankfurt am Main. Theologe

In Wittenberg sind Luther und Melanchthon zunächst seine Lehrer, später kommt es zum Bruch mit Melanchthon und den „Philippisten“. Flacius ist Verfasser zahlreicher Streitschriften im Kampf um die „Reinerhaltung des evangelischen Bekenntnisses“. Nachdem er seinen Lehrstuhl in Jena aufgeben musste, gelingt es ihm aufgrund seiner Kompromisslosigkeit nicht mehr, irgendwo dauerhaft Fuß zu fassen. Neben seinen Streitschriften erlangte er Bedeutung durch seine historiografischen Werke und die Grundlegung einer biblischen Hermeneutik.

  • 1541 Immatrikulation an der Universität Wittenberg (nach Stationen in Basel und Tübingen)
  • 1545 Außerordentliche Professur für hebräische Sprache
  • 1546 Magistergrad und Aufnahme in den Senat der Philosophischen Fakultät
  • 1557 Berufung auf die neutestamentliche Professur der Universität Jena

Ausgewählte Werke (online verfügbar / deutsche Sprache)

Weitere Digitalisate (auch in lateinischer Sprache)

Auswählte Sekundärliteratur (online verfügbar)

Weitere Literatur

Friedhelm Gleiß: Die Weimarer Disputation von 1560. Theologische Konsenssuche und Konfessionspolitik Johann Friedrichs des Mittleren (Leucorea-Studien zur Geschichte der Reformation und der Lutherischen Orthodoxie Bd. 34), Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2018 – Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

Thomas Kaufmann: Matthias Flacius Illyricus. Lutherischer Theologe und Magdeburger Publizist, in: Mitteldeutsche Lebensbilder 2 (2004), S. 177–200

Oliver K. Olson: Matthias Flacius and the Survival of Luther’s Reform, Harrassowitz, Wiesbaden 2000

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